Vorträge & Gespräche

Illich Symposium | Hören – Wahrnehmen – Freundschaft
Freitag, 27. bis Sonntag, 29. Januar

»‚Illich, du kommunizierst nicht mit mir. Ich war empört.
Ich habe nicht die Absicht, das zu tun’, war meine Antwort.

Ich versuche, mit Ihnen zu sprechen.‘«
Ivan Illich

PROGRAMM

In unserem dritten Symposion möchten wir ganz Ohr sein. Wir wollen uns dem Hören widmen. Wir wollen den Bedingungen des Zuhörens nachspüren, die ein freundschaftliches, ein conviviales Zuhören, ein Hören der Anderen, ermöglichen.

Wir leben in einer Zeit, in der unser Hören immer nachdrücklicher durch den Einsatz technischer Werkzeuge geformt wird: egal ob Spracherkennung und Sprachnachrichten, der Sound aus Fernsehern und Radios oder Musik und Podcasts aus Kopfhörern, wir werden unablässig von technischen Geräten beschallt und zwar auf ganz bestimmte Weise. Die Geräte vermitteln mehr als nur Geräusche und Klänge, sie verändern unsere Art des Hinhörens und Zuhörens. In der Regel unbemerkt. Ivan schreibt, dass über den Einsatz technischer Gerätschaften hinaus unsere Wahrnehmung selbst technogen geworden ist.

In dem Symposion möchten wir uns dieser Kritik stellen. Wir wollen gemeinsam darüber nachdenken, wie Technik, genauer gesagt technische Werkzeuge und Systeme, unser Hören prägen und dabei unsere Wahrnehmung und Hörgewohnheiten kolonialisieren. Was hören wir und was hören wir nicht (mehr)? Die Prägung der Hörfähigkeit durch technische Geräte ist immens. Wir möchten gemeinsam der Frage nachgehen, ob und wenn ja wie uns dies hindert, in freundschaftlichen Zusammenhängen zu leben. In Anlehnung an Ivan Illich suchen wir nach eigensinnigen Hörgewohnheiten.

Wir begeben uns nicht alleine auf diesen Weg, sondern haben uns dafür Unterstützung gesucht: In einer Lese-Performance wenden sich Karen Knöppler und Philipp Rhensius künstlerisch dem Aufhorchen und Aufhören zu. In einem Gespräch werden Bernward Rudolph – Musiker – und Dr. Oliver Schultz – Bildender Künstler – über ihre Erfahrungen und Beobachtungen sprechen. Sie widmen sich der Frage, wie wir hören und wie unser Hörsinn gegenwärtig einer Veränderung unterworfen ist. Für einen musikalischen Hörgenuss konnten wir den jungen Ausnahmekünstler Parvis Hejaz – Pianist und Komponist – gewinnen, der sich neben seiner musikalischen Leidenschaft auch dem philosophieren widmet.

Für Getränke und Essen zur Stärkung wird gesorgt.

Wir bitten um Anmeldung per Email.

Es freuen sich auf Euch Daniela Dohr, Kirsten Vogeler, Jonas Metzger und Hans-Friedrich Vogt (Projektteam) sowie Marianne Gronemeyer (Stiftung Convivial)