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Vorträge

Joachim Trapp: Der Mensch als autonomiefähiges Wesen. Spuren, Fährten und Wege in offenes, unbeschrittenes, zukunftsträchtiges Gelände.

Montag, 07. November 2016

In  "tätig frei zu schöpfen" finde ich den Kern von Beuys Aussage "Jeder Mensch ist ein Künstler" auf schönste Art benannt. Das "Jeder"  erschien mir vom ersten Moment an als gesellschaftlicher Auftrag. Zugleich fand ich John Cages Warnung "Versuch nicht die Welt zu verbessern; Du machst sie nur schlimmer" zutreffend und berechtigt, wenn in der Anwendung von Mitteln zu einer Veränderung das Angestrebte nicht vorwegnehmend schon enthalten ist. Fortan suche ich das Poetische und das Politische so miteinander zu verschränken, dass das eine das andere hält und enthält, und, wo möglich, wechselseitig fördert. 
Kunst / Ethik,  Schönheit / Humanität,  Freiheit / Verantwortung, Zeitintensität / Muße.  Vier Wortpaare, acht Begriffe. Mit ihnen sind Pole meiner künstlerischen Arbeit benannt, die im Hallraum der oberen Beuysschen Aussage versucht, diese weiterzudenken und ihr Räume zu eröffnen.
Am Abend werden zwei Projekte im Mittelpunkt stehen. Thema des einen: Gerechtigkeit; des andern: Frieden.
Text: Joachim Trapp
Bild: Joachim Trapp, Gedicht: Adonis

Diana Aman: Hartz-IV Totalsanktionen als Symptom - "Lebensarbeit" als Antwort?

Mittwoch, den 28. September 2016

Über 10.000 Totalsanktionen verhängen die Jobcenter pro Jahr, was für die Betroffenen nicht nur den Verlust jeglicher Lebenshaltungskosten, sondern häufig auch der Mietzahlungen zur Folge hat. Mit der just beschlossenen neunten Neuregelung des Sozialgesetzes sind weitere Verschärfungen eingebracht. Der Entzug des Lebensnotwendigsten mit Verweis auf das Subsidiaritätsprinzip steht im juristisch unklaren Verhältnis zum Sozialstaatsgebot. Derzeit liegt dem Bundesverfassungsgericht deshalb eine Klage vor, welche die Sanktionsregelungen im Sozialgesetz auf Verfassungswidrigkeit prüfen soll.
Aber wie sollte eine Sozialleistung ohne Sanktionsandrohung aussehen? Und hat die Gesellschaft etwa kein Anrecht auf Gegenleistung der Sozialleistungsempfänger? Welche Vorstellung steckt hinter unserem Arbeitsbegriff, der solch radikale Erziehungsmomente im Sozialsystem verordnet? Und wie angemessen ist dieses Vorgehen angesichts der voranschreitenden Technisierung und Digitalisierung des Arbeitsmarktes? Greift dieser Prozess der Technisierung auf den Menschen über oder liegt dem gar eine "Todesontologie" zugrunde, bei dem die Totalsanktion nur ein Oberflächensymptom darstellt? Ausgehend von diesen Fragen soll mit Bezügen auf Ivan Illich ein Denkversuch unternommen werden an einem neuen Begriff der "Lebensarbeit" die gegenwärtige Verirrung des Arbeitsbegriffes zu kontrastieren und Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen. 

Diana Aman ist seit 7 Jahren aktiv im Vorstand der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e. V. Berlin, welche sich sowohl für die Wiedereinsetzung der Grundrechte als auch die Abschaffung der Sanktionen innerhalb des Sozialsystems einsetzt. Nach ihrem Studium der Philosophie, Soziologie und Psychologie und mehreren Jahren der freiberuflichen Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der wissenschaftlichen Assistenz, promoviert sie derzeit -mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Convivial- an der Universität Hildesheim zum Thema Philosophie der Arbeit.

Bernd Bender: Zen oder die Kunst, einfach nur wahrzunehmen

Freitag, den 20. Mai 2016

Wir alle sind Romanciers, LyrikerInnen und DrehbuchschreiberInnen - literarische MeisterInnen unserer Kollektiv- und Lebensgeschichte. Doch wir sind auch wie der Zauberlehrling, der die Geschichten, die er rief, manchmal nicht mehr kontrollieren kann. Wir erkennen dann nicht mehr ihren fiktiven Charakter, sondern halten sie für real. Dann fangen unsere Geschichten an, uns zu begrenzen und zu behindern.   Zen hat alternative Geschichten anzubieten, Skripte der Befreiung, mit deren Hilfe wir das loslassen können, was uns im Wege steht. Zen lehrt, dass alles "einfach nur Wahrnehmung" ist. Merkwürdigerweise ist dies eine befreiende Einsicht, die sehr hilfreich sein kann. Wieso?

Bernd Bender ist seit 1987 Zen-Übender, seit 1994 am San Francisco Zen Center. Durch dieses ist er als Zen-Lehrer in der Tradition von Shunryu Suzuki ("Zen-Geist, Anfänger-Geist") autorisiert. Seit Mai 2012 lebt er in Berlin, bietet regelmäßig Zen-Meditation an, hält Vorträge und begleitet Menschen auf ihrem spirituellen Weg.

Reimer Gronemeyer: Warum die bäuerlichen Familien das Land verlassen. Das Beispiel Malawi

Donnerstag, 19. Mai 2016

Malawi ist das ärmste Land der Welt - so hat es die Weltbank gerade ausgerechnet. Reimer Gronemeyer berichtet von einer Studie, die er 2015 für die GIZ in Malawi durchgeführt hat. Die Hälfte aller Kinder in Malawi sind mangelernährt. Die Lage der Bäuerinnen und Bauern verschlechtert sich kontinuierlich, weil - in Folge der Klimaveränderungen - der Regen immer öfter ausbleibt. Hunger ist alltäglich geworden. Die Menschen in den ländlichen Gebieten sitzen auf dem Fluchtgepäck. Dabei leben sie in einer allmählich zerbröckelnden Kultur der Gastfreundschaft, der agrarischen Erfahrung und des gemeinsamen Dorf-Essens, bei dem sich alles um nsima, den Maisbrei, dreht. Erzählungen, Bilder und kurze Videos aus Malawi - und ein Exkurs über Gule Wamkulu, die tanzenden Maskenmänner in Malawi.

Günther W. Riehl: N = N - 1. Ivan Illich als Theologe. Eine Annäherung

Mittwoch, 20. April 2016

Das Werk Ivan Illichs (1926 - 2002) erweist sich als bestürzend aktuell. Nach wie vor gilt Illich als weltweit radikalster Zivilisationskritiker. Die Härte seiner Urteile ist so faszinierend wie überzeugend. Sie hinterlässt in ihrer schroffen Unvermitteltheit aber auch erhebliche Irritationen. Sicher hat Illich über einen scharfen analytischen Verstand verfügt. Der Vortrag vermutet den Schlüssel zum Verständnis seines Werks aber an anderer Stelle. Er fragt nach der treibenden Kraft, die Illich inspiriert hat. Er sucht nach dem tragenden Impuls, der ihn zu fundamentaler Kritik überhaupt erst ermutigt hat.
Die Antwort könnte auf der Spur einer bisher unausgesprochen gebliebenen Form von Theologie zu finden sein, die womöglich erst in Umrissen erkennbar ist. Die Äußerungen enger Freunde Illichs weisen allerdings deutlich in die Richtung einer "apophatischen"(?) Theologie. Überraschend ist es, in diesem Zusammenhang zu sehen, wie sich die Ansätze zeitgenössischer "atheistischer"(?) Theoretiker wie Badiou, Levinas, Agamben, Zizek etc. ebenfalls auf diese Thematik zuzubewegen scheinen. Demnach liegen derzeit genügend spannende, zukunftsträchtige Hinweise vor, denen Günther W. Riehl in seinem Vortrag erstmals nachgehen wird.

Marcus Jurk: Mensch und Welt im Spiegel historischer Weltkarten - augmented Reality - Orientierung wohin?

Montag, 21. März 2016

Wozu dient eigentlich eine Weltkarte? Wer versucht, sie zur Orientierung in einem Territorium zu nutzen, sieht schnell ein, dass dies ihr Zweck nicht sein kann. Und dennoch orientieren uns Weltkarten: Sie ziehen Grenzen, unterscheiden zwischen einem Hier und einem Dort, einem Zentrum und einer Peripherie. Dadurch schaffen sie eine sinnhafte Ordnung, eine Vorstellung von der Welt.  Ausgehend von mittelalterlichen Mappae Mundi, verfolgt Marcus Jurk den Wandel unserer Orientierungsweise: Zeugten die mittelalterlichen Weltdarstellungen von einer kosmischen Weltvorstellung, so zeigt sich in den Karten der Aufklärung ein ganz instrumentelles Weltverhältnis. Schließlich kündigt sich auch in den allerneusten Augmented-Reality-Karten eine neue Orientierungsweise, und mithin ein anderes Verhältnis zwischen Mensch und Welt, an.

Ernst Wolff: Weltmacht IWF - Die Auswirkungen der Programme des Internationalen Währungsfonds in Europa

Mittwoch, 02. März 2016

Seit vielen Jahren wurde immer wieder Kritik am IWF laut, zunächst wegen seiner Ausrichtung auf die Interessen der USA, später wegen der Gestaltung seiner Hilfsprogramme nach neoliberalen Konzepten. Über Jahrzehnte waren davon vor allem Länder in Lateinamerika, Afrika und Asien betroffen, aber im Zuge der Finanz- und Eurokrise wurden die umstrittenen Programme seit 2008 aber auch in Europa angewendet.  Welche Ziele verfolgt der IWF - zusammen mit EU und EZB - damit und welche Auswirkungen hatten und haben sie u. a. in Griechenland, Zypern und Irland?  

Ernst Wolff, Journalist und Autor des gleichnamigen Buches, wird uns davon berichten und seine Thesen zur Diskussion stellen.

Marianne Gronemeyer: Heute bin ich über die Grenze gefahren. Vortrag und Gespräch über die Flüchtlingssituation

Mittwoch, den 10. Februar 2016

Fragmente ist umgezogen!  Ein glücklicher Zufall hat uns mehr Platz, eine zentralere Lage und zudem die Zusammenarbeit mit dem kreativen Werkstattprojekt "emjott" ermöglicht.  Um die neuen Räumlichkeiten zu eröffnen laden wir herzlich ein und freuen uns auf einen spannenden/kontroversen Abend mit Marianne Gronemeyer und ihren Thesen zur Begnung mit dem Fremden: 

"Ich kann doch nicht einen Flüchtling, der nichts weiter hat als das, was er trägt, mit einem Kind auf dem Arm durch NATO-Draht laufen lassen." Talat Deger, Geschäftsführer der Neuköllner Zaun- und Drahtfirma Mutanox, lehnte mit diesen Worten einen 500 000 Euro schweren Auftrag der ungarischen Regierung ab.

Lesung: Dante "Die Göttliche Komödie", über Selbsterkenntnis, Willensfreiheit und Liebe

Sonntag, 18. Oktober 2015

Im Rahmen des "Dante-Projekts Wiesbaden" findet in den Räumen von Fragmente eine explikative Lesung zur "Göttlichen Komödie" statt. Die "Dichterpflänzchen" zeigen auf, dass Dantes grandioses Werk, obwohl vor mehr als 700 Jahren entstanden, auch heute noch hilfreich sein kann soziale und moralische Fragen zu beantworten. Die Lesung wird mit Rezitationen ergänzt und bieten Raum für Gespräche.

Jean Robert zu Gast bei der Stiftung Convivial

02. und 03. Oktober 2015

Jean Robert ist ein langjähriger Weggefährte von Ivan Illich und ein wirklicher Kenner von dessen Schrifttum schon seit den siebziger Jahren. Er hat uns einige kurze Texte von sich geschickt, die viele der frühen Texte noch einmal in das Licht der Fragen rücken, die Ivan Illich in seinen späten Jahren aufgeworfen hat. Wir haben also Gelegenheit Jean Robert zu befragen und mit ihm zu diskutieren.

Parvis Hejazi und die Musik

Montag, 13. Juli 2015

Parvis Hejazi Nico wird am Montag über seinen Werdegang als junger Musiker berichten. Wie erfährt, merkt oder weiß jemand bereits im frühen Kindesalter, dass er eine ungewöhnliche musikalische Begabung hat? Und wessen bedarf es in seiner Umgebung, dass er ihren Lichtseiten nachgehen und ihren Schattenseiten standhalten kann? Heute ist Parvis 16 Jahre alt und studiert neben der Schule Klavier und Komposition an der Bremer Musikhochschule.

Michael Wilk liest aus seinem Buch "Strategische Einbindung"

Montag, 6. Juli 2015

"Strategische Einbindung. Von Mediationen, Schlichtungen, runden Tischen... und wie Protestbewegungen manipuliert werden. Beiträge wider die Beteiligung" 

Ob Flughafenerweiterungen, Kohleabbau, Bahnprojekte wie Stuttgart 21, Autobahnausbau oder Stromleitungstrassen - Proteste gegen Großprojekte nehmen zu. Offene Repression, Polizei und Justiz wirken als Durchsetzungsmethode oftmals kontraproduktiv, verstärken Unruhe und Empörung gegenüber autoritärem Regierungshandeln. Mediations-, Dialog- und Schlichtungsverfahren bieten sich als Alternative an. Die "sanften" Methoden einer Strategischen Einbindung werden immer häufiger zur Befriedung, Kanalisierung von Protest und Marginalisierung von Widerstand eingesetzt.  In diesem Sammelband kommen engagierte AutorInnen aus Sozialen Bewegungen zu Wort, die von ihren negativen Erfahrungen mit Mediationen und runden Tischen berichten. Sie zeigen die Fallen auf, die in Beteiligungen an von oben eingefädelten Gesprächsrunden lauern, und analysieren anschaulich die manipulativen Wirkungsweisen und politischen Folgen von Einbindung. Strategische Einbindung ist auf dem Vormarsch und gewinnt zunehmend als Herrschaftsinstrument an Bedeutung.  Verweigerung gegenüber den Einbindungsversuchen ist mehr als eine Option - sie ist Voraussetzung zur Wahrung einer kritischen Distanz und legitimes, ja notwendiges  Mittel in der Auseinandersetzung mit herrschender Politik. 

Wir laden herzlich zur Lesung von Michael Wilk und zur anschließenden Diskussion ein.

Manfred Rosental: Geld Macht Schuld

Dienstag, 23. Juni 2015

"Geld  Macht  Schuld"   Ein Vortrag über unser Finanz- und Wirtschaftssystem und seine Zukunft.

Der langjährige Finanzberater und Aussteiger aus der Finanzbranche, Manfred Rosental, wirft einen kritischen Blick auf unser heutiges Wirtschafts- und Finanzsystem.   Regelmäßig zeigen uns Krisen, zuletzt die Finanzkrise 2008, dass unser Wirtschafts- und Finanzsystem äußerst instabil ist und regulierender Korrekturen bedarf.  Man muss nicht Wirtschaft studiert haben, um zu bemerken, dass im Kapitalismus vieles falsch läuft. Systembedingte Zwänge halten uns im Griff.  Die zentrale Frage heute ist:  Wie kann ein Wirtschafts- und Finanzsystem aussehen, das ohne zerstörerische Wachstumszwänge auskommt und stabil ist?  Nach einem analysierenden Blick auf unser Wirtschafts- und Finanzsystem wird er bereits bekannte Alternativen zum Wachstumszwang vorstellen.   In der anschließenden Diskussion können Fragen gestellt und die Vorschläge erörtert werden.

Günther W. Riehl: Zur Soziologie der Bäume - Warum Natur neu gedacht werden muss

Donnerstag, 30. April 2015

"Wir lernen Alphabete und wissen nicht, wie man Bäume liest!" Erri de Luca, der solches sagt - Italiens derzeit populärster Schriftsteller -, er liest Bäume. Eichen z.B. als "Romane", Pinien als "Grammatiken", Rebstöcke wiederum als "Psalmen". "Tannen" entziffert er als "Verteidigungsplädoyers", "Zypressen" gelten ihm als "Anklagen". "Der Rosmarin ist ein Lied, der Lorbeer eine Prophezeiung." Was einfallsreiche Schreiber wie de Luca in ihrem Überschwang immer schon erdichtet haben mögen, erfährt neuerdings unerwarteten Beistand von wissenschaftlicher Seite her. Tatsächlich gelingt es im Experiment zunehmend, Pflanzen zu lesen und bei ihren Unterredungen zu belauschen. Und da zeigt sich: Diese verfügen über eine umfängliche Signalsprache, in der sie untereinander tuscheln, schwätzen und palavern, und das in einem Ausmaß, wie es bis vor kurzem noch undenkbar erschien. Die Beweise jedenfalls sind erdrückend, die Hinweise derart zahlreich, die Beispiele so fantastisch, dass ein neuerlicher Blick auf die Pflanzenwelt unvermeidlich geworden ist. Ein historischer Wendepunkt scheint erreicht. Pflanzen, so lautet der aktuelle Befund, dürfen nicht länger als bloße Objekte angesehen werden, als patentierbare Handelsware, als gen-gesteuerte Bio-Automaten. Vielmehr entpuppen sie sich als sensible und nicht minder intelligente Gesellschaftswesen. Sie erweisen sich als fähig zu individuellem Ausdruck, zu sozialem Verhalten, ja sogar zu kooperativen Handlungen. Nur noch soziologisch sind sie daher angemessen beschreibbar. Insbesondere gilt das für die größten unter ihnen, die Bäume. Einen ersten Einblick in dieses unbekannte Paralleluniversum gibt Günther W. Riehl in seinem Vortrag im FRAGMENTE. Auf die Besucher warten beeindruckende Bilder. Mit Überraschungen und umwerfend neuen Erkenntnissen ist zu rechnen!

Lex Jansen: Überlegungen zu einer anderen Ökonomie

Montag, 2. März 2015

Wir freuen uns sehr, dass der Münchner Politikwissenschaftler und Vorstandsvorsitzende der E.F. Schumacher Gesellschaft, Lex Jansen zu uns in den Laden kommen wird.   Vollbeschäftigung wird es künftig nicht geben. Wir müssen daher unsere Abhängigkeit vom Geld verringern, fordert er. "Dieses Thema stellt sich mir immer, wenn ich Analysen über die "Kontraproduktivitäten", Blindheiten, Zerstörungskräfte oder Machtballungen in der Marktökonomie und Marktgesellschaft lese. Geht es auch anders? Auf der Suche nach einer zeitgemäßen Vorstellung von Subsistenzwirtschaft entwickle ich eine Gebrauchsökonomie, die sich von der doppelten  Marktabhängigkeit befreien könnte: Es geht um die Befreiung der Konsumenten von der Belieferungsbedürftigkeit und der Produzenten von der Einkommensbedürftigkeit. Die sozialen Träger einer solchen neuen Subsistenz sind Familien, Freunde, Nachbarschaften und Kommunen- oder allgemeiner: die Haushalte und ihre komplementären "Belieferungspartner" auf der kommunalen und lokalen Ebene."  Der Vortrag von Lex Jansen verspricht eine spannnende Diskussion - er selbst ist daran interessiert, seine Thesen im Gespräch auf den Prüfstand zu stellen.

DÄMMERSTUNDEN 5: Bildbetrachtungen und Gespräch mit Oliver Schultz

Freitag, 25. April 2014

Oliver Schultz leitet seit einem Jahr das Projekt "Blickwechsel - Perspektiven von Kunst und Demenz". Er begleitet Menschen mit Demenz bei ihrer künstlerischen Arbeit. Wenige Monate vor der Ausstellung "Blitz in Zeitlupe"  im Bellevue-Saal wollen wir gemeinsam einige der bisher entstandenen Bilder anschauen und darüber in Gespräch kommen.

Keike Barth: Meine Zeit in Südafrika

Freitag, 7. Februar 2014

Ein langgehegter Traum geht in Erfüllung - endlich frei von allen beruflichen und familiären Zwängen macht sich Keike Barth auf, um für ein Jahr in einem sozialen Projekt in Kapstadt zu leben und zu arbeiten. Wie sieht nun die Begegnung mit der Wirklichkeit aus?

Beate Zimmermann: Moderne Medizin als Körperverletzung

Montag, 13. Januar 2014

Beate Zimmermann  ist praktische Ärztin und seit vielen Jahren gesundheitspolitisch und medizinkritisch engagiert. Was sie zur Zeit in und um das "wettbewerbsorientierte" Medizinwesen erlebt und besorgt, wird sie uns anhand von Fallgeschichten ihrer Patientinnen erzählen. Im Gespräch mit ihr wollen wir uns über die Gründe für die zunehmende Überdiagnostik und Übertherapie Gedanken machen und uns auch fragen, wie der Entmündigung von Behandlern und Patientinnen zumindest hier und da zu entkommen ist.

Andreas Wilkens: Wie entsteht ein Bühnenbild und warum genau so?

Mittwoch, 6. November 2013

Bühnenbild? Wer macht das, und warum? Eigentlich genügen doch Darsteller und Zuschauer, damit Theater stattfindet. Musik vielleicht und Licht natürlich, damit man etwas sieht. Andererseits haften die gesehenen Bilder stark im Gedächtnis, bestimmen das Verständnis der Aufführung, geben Form und Richtung. Also doch Grund genug, einen Bühnenbildner über seine Arbeit zu befragen, der die Entstehung eines Bühnenbildes von ersten konzeptionellen Gesprächen bis zur Premiere beschreiben wird.
Andreas Wilkens ist freier Bühnenbildner mit langjährigem und breitem Erfahrungsschatz, er gab Einblick in einen künstlerischen Entstehungsprozess.

DÄMMERSTUNDEN 4: Die Reise des Vergessens

Freitag, 1. November 2013

Die Künstlerin Cornelia Rößler stellte ihre künstlerische Arbeit zum Thema Demenz vor und stand anschließend gemeinsam mit Oliver Schultz (Projekt "Blickwechsel") zum Gespräch bereit.

DÄMMERSTUNDEN 3: Demenz zwischen Versorgung und Überwachung?

Freitag, 5. Juli 2013

Oliver Schultz leitet seit einem Jahr das Projekt "Blickwechsel - Perspektiven von Kunst und Demenz". Er begleitet Menschen mit Demenz bei ihrer künstlerischen Arbeit. Wir wollen gemeinsam einige der bisher entstandenen Bilder anschauen und darüber in Gespräch kommen.

DÄMMERSTUNDEN 1 und 2: Demenz, Kunst und Gesellschaft

Freitag, 26. April 2013 und Freitag, 17. Mai 2013

Oliver Schultz leitet seit einem Jahr das Projekt "Blickwechsel - Perspektiven von Kunst und Demenz". Er begleitet Menschen mit Demenz bei ihrer künstlerischen Arbeit. Wir wollen gemeinsam einige der bisher entstandenen Bilder anschauen und darüber in Gespräch kommen.

Hauptsache Arbeit! Szenischer Dialog, inspiriert durch Wilhelm Heinrich Riehl

Montag, 21. Januar 2013

Günther W. Riehl und Bernhard Geil erinnerten an die Arbeitsvorstellungen von Wilhelm Riehl, für den die aufkommende Lohnarbeit im 19. Jahrhundert all dem widersprach, was Arbeit eigentlich ausmacht.

Marianne Gronemeyer: Wer arbeitet sündigt. Ein Plädoyer für gute Arbeit.

Freitag, 28. September 2012

Eröffnungsvortrag des "Fragmente" von Marianne Gronemeyer. Der Volltext kann hier eingesehen und heruntergeladen werden.

Es grüßt der Programmierer..

..rettet den Grottenolm!

Der Olm ist vom Aussterben bedroht.
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